Auf gehts Richtung Deutschland :P

8 05 2011

mal so nebenbei muss ich mal wieder fix was schreiben. ich habe cht viel zeit, da meine internetzeit in sigapore begrenzt ist :D

mittlerweile hat juli NZ verlassen und ich habe mich vor ein paar tagen in den flieger richtung sydney gesetzt. danach ging es dann nach kuala lumpur und heute bin ich mit dem bus nach singapore gefahren. danach geht es dann nach bangkok, delhi, dubai und berlin bis ich irgendwann wieder in borna angelangt bin :D

ausfuehrlich reiseberichte folgen dann, wenn ich endlich wieder permanent internet und ein dach ueber dem kopf habe – ohne dafuer zahlen zu muessen :D

bis spaeter

mex





und wieder Richtng Sueden nach Wellington

20 04 2011

Hey!
Nach knapp 2 Wochen werde ich mal ein paar Neuigkeiten an euch weiterleiten. Sicher habe ich schon erwaehnt das ich mit Juli unterwegs bin und die meisten werde schon erfahren haben. Wir haben in den letzten paar Wochen und Tagen eine Menge erlebt.

Angefangen in Auckland sind wir noch mal fuer 2 Naechte bei Trish und John eingezogen und haben ein bisschen den Teich geputzt und Fenster sauber gemacht. Ich habe mir gedacht, dass es fuer Juli das beste waere anfangs eine feste und gute Unterkuft zu haben. Nicht, dass sie das Jetlag wie Denau und ich im maroden Rosemere in Wellington verarbeiten muss. Gesagt getan sind wir nach 2 Naechten wieder raus und fuer eine Nacht in die Aucklander City. Da man in Auckland nicht all so viel unternehmen kann haben wir uns die Skyline bei Nacht von Devonport angeschaut und mit einer Flasche Wein gechillt.
Am naechsten Tag sind wir nach Raglan, die Stadt der Surfer getrampt. Uebrigens trampen wir die ganze Zeit durch Neuseeland und nehmen nur ab und zu den Bus um aus einer Stadt heraus zu kommen. Es geht eigentlich immer gut voran. Nur manchmal stecken wir in kleinen Doerfern fest und sind nach 1 bis 2 Stunden immer fast am Verzweifeln, da uns keiner mitnehmen will bzw. ist da zu wenig Verkehr. Ausserdem koennen wir euch ein paar echt verrueckte Stories erzaehlen sobald wir wieder zurueck sind. Ok, zu Raglan: wir waren einen Tag kann surfen. Im Hostel konnte man sich guenstig Bretter ausleihen und einem wurden die Basics gezeigt. Und dann heisst es ueben, ueben und nochmals ueben. Nach einer Weile habe ich es geschafft fuer einige Sekunden auf dem Brett zu stehen was einfach nur awesome war :P
Nach Raglan sind wir dann ueber Rotorua nach Taurenga gereist. Wir waren immer nur eine Nacht. In Rotorua ahben wir das Mitai Maori Dorf besucht, uns bei einen Hangi dem Bauch vollgeschlagen, Gluehwuermchen gesehen und den Maori bei deren Traditionstanz, dem Hakka zugeschaut. In Taurenga ging es bei Daemmerung auf dem Mt. Manganui, wo uns ein super Blick ueber die Stadt erwartete.
Nachdem wir letzte Woche Montag Richtung Coromandel gestartet sind verbrachten wir etliche Naechte in dem kleinen Dorf Whitianga. Eigentlich wollten wir nach 2 Naechten wieder los, da wir uns die Cathedral Cove etc. angeschaut haben. Jedoch konnten wir uns von unserer Segel Yacht nicht trennen, auf der wir immer geschlafen haben – cool, oder? Und zwar haben wir beim Trampen Matt getroffen der uns einfach mal angeboten hatte auf seinem Segelschiff zu pennen. Natuerlich konnten wir nicht nein sagen und sind dann einen Tag mit ihm segeln gegangen. Wir haben die Zeit bei super Wetter (was Juli einen ultra starken Sonnenbrand bescherte) in Coromandel genossen und Matt und seine Frau Wendy ins Herz geschlossen, da sie einfach so gutherzig, offen und nett waren.
So sind wir dann letzte Woche Freitag nach Taupo getrampt und letztendlich bei Dunkelheit angekommen. Taupo war am naechsten Tag so regnerisch, dass wir gegen Mittag mit einem deutschen Paerschen nach Napier und dann Hastings gereist sind. Das Wochenende haben wir dann im A1 Backpacker verbracht, wo noch die meisten meiner Freunde da waren. Am Samstag sind wir deswegen nochmal in die beruehmte Crubar gegangen und am Sonntag haben wir ein riesen Abendessen gemacht wo jeder fuer jeden gekocht hat. Lecker! :P
Seit Montag sind wir in Wellington und am Samstag geht unsere Faehre nach Picton. In Wellington lassen wir es ruhiger angehen und jeder hat auch mal sein Ding fuer sich gemacht (was mal angebracht war:D) Ich angefangen mein ganzes Steuerzeugs zu machen und meine Rueckreise weiter zu planen. Am 3. Mai mach ich dann ja nach Sydney und habe mir Arbeit fuer die naechsten paar Monate gesucht und gefunden. Das Work und Holiday Visa hab ich ja schon :P

Greetings

Mex





Wieder einmal Hastings :P

5 04 2011

Hey!
Da nun einige Zeit seit meinen letzten Eintrag vergangen ist, muss ich mal wieder was von mir hören lassen :P

„Ich glaube, ich habe das letzte Mal berichtet, dass ich mich auf den Weg nach Hastings machen wollte…und das habe ich auch getan.
Am Sonntag den 27. Februar bin ich von Auckland gestartet und nach 6 oder 7 Stunden angekommen. In Hastings bin ich noch am selben Abend bei Steve und Jill vorbeigefahren. Denau und ich waren vor mehr als einem halben Jahr bei den beiden zum Wwoofen gewesen. Es war großartig sie wieder zu treffen und ein bisschen zu smalltalken. Nun konnte ich endlich in besseren Englisch kommunizieren :D Nebenbei hatte ich auch ein paar Telefonnummern bekommen, sodass ich Arbeit auf einer Apfelplantage finden könnte.
Am nächsten Morgen habe ich mich auch gleich auf den Weg gemacht, um mein Leben für die nächsten paar Wochen zu organisieren. Ich hatte rasch einen Job gefunden, den ich am nächsten Tag antreten konnte und ein schickes Hostel habe ich mir auch gleich rausgesucht.
Und so vergingen auch die letzten paar Wochen seit meinen letzten Eintrag. Eigentlich ist das Leben hier in Hastings wie in Blenheim nur ein bisschen krimineller und weniger sonnig :P Zur Zeit sieht es so aus, dass ich mehrere nicht arbeiten konnte, wegen starken regen :-( Und krimineller ist es, da ein dicker Maori (wie auch immer er es geschafft hat) durch ein Fenster geklettert ist und Fleisch im Wert von 70$ mitgenommen hat. Er war eine viertel Stunde im Hostel und das um Mitternacht. Keiner hat was mitbekommen und wir haben ihn nur gefunden durch die eifrige Kameraüberwachung der Besitzerin.
Sonst passiert hier nichts Aufregendes. Eigentlich ist man die ganze Woche von Montag bis Freitag am arbeiten. Am Wochenende putze ich noch im Hostel. Die Geschäfte haben die Woche über alle geschlossen, wenn man abends 5Uhr wieder nach Hause kommt. Jedoch sind in meinen Backpackers ein Haufen cooler Leute mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Entweder ist kollektiver Fernsehn schauen angesagt oder man macht Sonntags Tagesausflüge nach Napier, an das Cape Kidnappers oder die Te Mata Peak. Ab und zu spielen wir Risiko und ein BBQ gab es auch schon. Dieses Wochenende haben wir mit knapp 15 Leuten die einzigste Bar Hastings gestürmt…naja, es spricht für sich, dass man am nächsten Tag nur in verpeilte Gesichter blickt :D
Eigentlich ist alles ziemlich ruhig hier. Mittlerweile habe ich es geschafft den guten alten Smoky für das doppelte zu verkaufen und ich habe mir mal ganz einfach 2000$ verdient…
Aber mal noch ein paar Sätze zur Arbeit als Äpfelpflücker: es ist eine total stupide Arbeit und man kommt sich wie ein Affe vor, wenn man die Leitern hoch und runter klettert auf der Suche nach schönen roten Äpfeln. Der Anfang, um in die Arbeit rein zu kommen war ziemlich schwer vorallem wenn man Farbenblind ist und grüne von gelben Äpfeln nur schlecht unterscheiden kann :P Aber nach einer Weile gewöhnt man sich auch daran und man pflückt 10 Stunden am Tag Äpfel. Dabei denkt man nach, wie wenig Geld eigentlich für die Arbeit bezahlt wird und man rechnet sich aus, dass man an einem Apfel ungefähr 0,01$ verdient. Zwar kann man bis zu 4 Bins am Tag schaffen, aber dann verdient man gerade mal Mindestlohn – wenn man auch wirklich die 1,6t Äpfel pro Tag pflückt. Wie auch in Blenheim ist die Arbeit hier auf Contract. Übrigens sind 1 Bin (Kiste)=400kg=2500 Äpfel. Das macht am Tag fast 10000 Äpfel und man hat gerade mal 100$ nach dem Steuern verdient, weil es pro bin ungefähr 25$ gibt…naja, nicht gerade was ich erwartet hatte. Aber lange muss ich den Job nicht mehr machen, weil ich in einer Woche in Auckland sein werde, um deutschen Besuch zu empfangen :D

Dazu später mehr :P

Jaja, dass war mein Text, den ich schon vor einer Woche geschrieben hatte. Leider hatte ich keine Zeit den Artikel hochzuladen, da ich mit arbeiten und feiern beshaeftigt war…
naja, nun kann ich gleich bei „dazu spaeter mehr“ ansetzen.

Erstmal ist zu sagen, dass ich vorgestern von Hastings nach Auckland getrampt bin. Nach einer aufregende Fahrt in einem Truck und einer Uebernachtung bei einen alten Travler habe ich gestern Juli vom Flughafen abgeholt. Ja richtig, die kleine Juliane hat sich einfahc mla gedacht nach NZ zu fliegen und mit mir 4 Wochen zu traveln.
Nun sind wir 2 Naechte auf den Lavender Hill, bei Trisha, wo ich war bevor meine Eltern kamen und morgen geht es dann nach Auckland. Einen richtigen Plan fuer die naechsten paar Woche haben wir nicht, nur dass wir am 2. Mai in Christchurch sein muessen :D

Was wir erleben werden, werde ich euch spaeter berichtet. Versprochen ;p

Bis dahin…
Greetings

Mex

Btw: Sorry, aber ich werde demnächst keine Bilder hochladen. Hab sowieso nicht all so viele gemacht :D





Weihnachten?!

26 02 2011

Hey!

Mein letzten Tage lassen sich einfach beschreiben: wie Weihnachten….
zuerst einmal muss ich ansetzten, wo ich das letzte mal aufgehoert habe: wie schon berichtet habe ich eine Woche mit Wwoofen in der Naehe von Auckland zugebracht genau genommen auf den Lavenderhill bei John und Trish. Es war wie Urlaub. Am Tage habe ich zwar ein paar Stunden mit Arbeiten zugebracht. Unter anderem musste ich Lavendel verschneiden und Rasen maehen und andere Gartenarbeit. Es war recht einfach und ich habe dafuer ein eigenes Zimmer, kostenloses W-Lan, einen Spapool und leckres Essen bekommen. Natuerlich war das Beste, die Leute bei denen ich war. Einfach nette und aufrichtige Kiwis mit denen man mal ein Bier trinken konnte :P So hatte ich dann die Woche rum bekommen, bis meine Eltern und Theresa kamen. Insgeheim hatte ich mich natuerlich riesig gefreut, auch wenn ich es nicht zugeben wollte :P Wie die Vorfreude auf Weihnachten…

Die zwei Wochen vergingen wie im Flug. Nun sitze ich hier alleine in der Bibliothek und schreibe meinen Blog. Ich hatte alle 3 letzte Nacht 12Uhr nach Auckland gefahren und keinen Schlaf bekommen. Wir mussten schon so frueh los, weil kurzfristig der Flug umgebucht wurde…Schuld ist das bloede Reisebuero…Jedenfalls ist es gerade ein bisschen deprimierend mit dem Gedanken, dass ich keinen Plan habe wo ich als naechstes sein werde und nun alleine rumfahren muss. Da fehlt mir schon die Gesellschaft.

Aber ersteinmal zu unseren Trip: die erste Woche sind wir von Auckland ueber Taupo und Rotorua bis nach Napier gefahren. Von Napier ging es nach Taurenga, weiter durch Coromandel bis nach Paihia, wo wir fuer die 2. Woche eine Huette gemietet haben.

Die erste Woche war im Gegensatz zu der zweiten ziemlich nervenaufreibend durch das ganze Gefahre. Ich bin es zwar gewohnt, aber nicht mit 3 Leuten im Gepaeck :P Vorallem als wir als Familie in Backpacker Hostels eingekehrt sind…Ausserdem war es fuer alle ungewohnt wieder als Familie auf einen Haufen zu hocken…manchmal war es wie die typische Streiterei zu Weihnachten :P
Auf unserer Tour haben wir verschiedenste Sachen unternommen. Zum Beispiel Jet Boating in Taupo (nach einem misslungenen versuch in Rotorua). Auch waren Vati und ich White Water Raften und sind einen 7m Wasserfall runtergestuerzt waehrend Theresa und Mutti im Schlamm von Rotoruas Spabad relaxten. Ausserdem sind wir ein bisschen  und haben die einzigartige Landschaft Neuseelands bestaunt. Es ist nicht alles neu fuer mich gewesen, so konnte ich ein paar schoene Ecken zeigen.
In Paihia angekommen konnte ich mal wieder „normal“ Leben. Als Backpacker muss man sparen wo es nur geht. So konnte ich mal endlich wieder Cola trinken oder ein fettes Steak Essen :P Es war eine angenehm ruhige Woche. Wir sind an einem Tag bis an das Cape Reinga gefahren. Am Cape waren auch die hoechsten Sandduenen Neuseelands zu finden, sodass wir natuerlich Sandboarden mussten. Auf der Rueckfahrt sind wir auch noch am Ninety Mile Beach vorbei gekommen. Insiderinfo: der Strand ist nur 90Kilometer lang und nicht 90 Meilen :P Ein Vormittag stand ganz im Namen der Delphine. Auf einer Bootstour konnten wir viele von ihnen beobachten. Eigentlich wollten wir noch mit ihnen Schwimmen, jedoch waren sie nicht in der Stimmung dazu, sodass es ausfiel. Nichtsdestotrotz war es eine angenehme Woche.

Mir hat der ganze Urlaub riesen Spass gemacht. Nun sind es ja nicht mehr 3 Monate bis ich nach Deutschland zureuck kehre.
Bilder werde ich momentan nicht hochlade koennen. Tut mir Leid. Neben vielen sinnlosen Sachen, die ich nicht mehr brauchte, habe ich meinen Eltern auch mein Notebook mitgegeben. So bin ich auf Desktop PCs angewiesen und hab nicht immer ewig Zeit. Wenn es sich egibt lade ich natuerlich wieder welche hoch…

Greetings
Mex





Das Leben, wie es sein sollte :P

8 02 2011

Hey Leute!

Es ist schon wieder eine Weile her seit meinen letzten Eintrag…keine Angst, ich versuche mich kurz zu fassen. Diesmal habe ich auch seit langem ein paar Bilder hoch geladen.
Mein letzter Bericht war glaube ich über den Milford Sound. Also sollte ich am Mt. Cook ansetzten…

Anders als vorgestellt konnte man nicht mal ansatzweise mit dem Auto auf den Berg fahren geschweige den Ski fahren. Es ging alles nur per Helikopter. So sind Denau und ich am Fuße des Berges geblieben, wo ein kleines Dorf war. Wir verbrachten den Tag mit Wandern im Tal des Berges oder zu diversen Gletschern etc.Was uns toll erschien wurde abgelaufen, obwohl wir durch einen Absprachefehler nicht miteinander liefen sondern getrennt :P
Am nächsten Tag ging es dann zum Lake Tekapo. Wandern war wieder angesagt, sodass wir die Landschaft ein wenig genießen konnten.
Im Arthurs Pass erklomm ich am darauf folgenden Tag innerhalb von 3 Stunden die 1800m hohe Avalanche Peak. Es erwartete mich ein genialer Ausblick bei strahlenden Sonnenschein. Sogar ein Kea, ein in Gebiergsregion lebender Papagei leistete mir Gesellschaft, wenn auch nur kurz.

Vom Arthurs Pass ging es nach Akaroa, welche eine Halbinsel in der Nähe Christchurchs ist. Eigentlich wollte ich nur dort hin fahren, um einfach mal dort gewesen zu sein :P An sich haben wir nichts weiter gemacht. Nur Denau hat es geschafft meinen Zündschlüssel abzubrechen und einen Teil im Zündschloss zu verkeilen. Ich setzte darauf die Karre gegen einen Zaun, weil das Lenkradschloss  eingerastet ist und meine Handbremse nicht mehr anzieht. Somit hatten wir die Hände voll alles wieder zu reparieren, was uns mit Hilfe von Mechanikern gelang. In Akarao hatten wir ein paar Deutsche Mädels kennengelernt, welche wir mit nach Christchurch nahmen. Mit der einen bin ich dann sogar von Wellington nach Auckland gefahren, sodass ich  ein wenig Gesellschaft hatte bei den über 650km von Wellington nach Auckland. Und der Sprit war auch nicht mehr ganz so teuer :P
In Christchurch trafen Denau und ich die Leute, welche ich vor ein paar Monaten im Jailhouse kennengelernt hatte. Es war echt klasse noch einmal die „Alten“ Gesichter zu sehen und über alte Zeiten bei einem Koreanischen BBQ mit deutschen Buletten in einem thailändischen zu Plaudern. In Christchurch hieß es dann auch Abschied von Denau Abschied zu nehmen. Ich bin am gleichen Tag noch nach Kaikoura aufgebrochen und konnte den schönsten Sonnenuntergang aller Zeiten genießen.
Bevor ich mit der Fähre von Picton nach Wellington übergesetzt bin hatte ich noch Zeit ein bisschen In Picton und Umgebung Wandern zu gehen und die Landschaft des Queen Charlotte Sound zu bewundern. Dabei habe ich mir in den Kopf gesetzt noch den Queen Charlott Track (ein Great Walk) zu machen. Eigentlich ist Wandern das Beste was es gibt: man kann ganz günstig eine Menge sehen und erleben :P

Den Rest der Woche bin ich mit dem deutschen Mädel von Wellington bis nach Auckland gefahren. Angefangen am Cape Palliser bei Wellington über Wainui, New Playmouth, die Republik Whangamomona und Raglan, die Surferstadt bis nach Auckland. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Wochen hatte ich richtiges Regenwetter, was Reisen nicht gerade angenehm macht. Zu Whangamomona noch ein paar Worte: Da das Dorf wollte sich nicht mit einem anderen zusammen langem und hat sich selbst zur Republik ausgerufen (derzeitiger Präsident=ein Pudel). Der Grund für die Streitigkeit waren die beiden verfeindeten Rugby Teams. Kaum zu glauben, dass ein Dorf, welches aus kaum mehr als 3 Häusern besteht eine Republik darstellen soll. Aber die ganze Sache wird mehr belächelt als ernst genommen. Jedoch konnte ich mir einen einmaligen Stempel in meinen Reisepass geben lassen :P

Nun bin ich in Riverhead, kurz hinter Auckland WWOOFen. Es ist mehr Urlaub als Arbeit. Gegen ein paar Stunden Arbeitsleistung bekomme ich meine eigenes Zimmer und Bad, einen Pool, einen Whirlpool und gutes Essen. Es ist mehr Urlaub als alles andere. So kann ich mich endlich mal ein bisschen vom Reisen erholen – ich weiß das es komisch klingt. Aber permanent im Auto zu schlafen und sich von Instant Nudeln zu ernähren strengt schon ganz schön an :P
Achja, ich hab ein Bild vom Pool etc. mal hoch geladen. Kaum zu glauben, es ist noch geiler als die Bude in Wellington zum Beginn meiner Reise. Und ein bisschen Lavendel verschnitten ist keine große Anstrengung. Nur die Sonne strengt die raubt einen die Kraft :D
Momentan genieße ich meinen Lifestyle und das Leben. Es könnte nicht besser laufen :P

Greetings

Mex

 

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Die guten alten Zeiten!

24 01 2011

Hey!

Letzte Woche Sonntag haben Ben und ich uns getrennt, da er Richtung Norden aufgebrochen ist, um seinen Bruder zu treffen. Wie berichtet habe ich mich auch mit Denau getroffen und seit dem sind wir zusammen unterwegs.
Wir sind noch 2 Tage in Dunedin geblieben, da er sein Auto verkauft hat. Danach ging es dann nach Omamarau, um ein paar Pinguine zu bestaunen. Diesmal kam ich sogar in den Genuss 2 seltene Gelbaugenpinguine zu bewundern. Außerdem stellten wir  uns Nachts auf einen Parkplatz in die Nähe der berühmten Zwergpinguinkolonie Omamaraus. Mitternacht konnten wir dann ein paar Zwergpinguine beobachten, wie sie über den Parkplatz gewatschelt sind :P

Danach sind wir wieder zurück nach Dunedin gefahren und haben Denaus beide Travelmats abgeholt und anch Queenstown geschafft.Von da aus sind wir nach Te Anau aufgebrochen, um in einer Bootstour den Milfordsound zu besichtigen. Ich muss zugeben, dass der Milfordsound mit zu den schönsten und beeidruckensten Landschaften Neuseelands gehört. Bevor ich Anfange alles aufs Detail zu beschreiben werde ich demnächst einfach ein paar Bilder hochladen.

Nun sind wir wieder in Queenstown, um ein paar Dinge erledigen. Zum Beispiel hatte Denau heute seinen Flug umgebucht, da es für ihn bald nach Hause geht. Wir werden bis nächsten Samstag zusammen rumtraveln und uns in Christchurch trennen. Die nächsten paar Tage geht es dann auf den Mt. Cook (den höchsten Berg Neuseelands) und durch viele kleine  Dörfer. Erst in Christchurch werde ich wieder Internet haben, so müsst ihr geduldig auf Bilder warten :P

Es ist aber genial wieder mit einen alten Freund rumzureisen den man schon seit einer Weile kennt. Man unterhält sich übervergangene Zeiten, stellt gegenseitig fest, dass sich der andere nicht großartig verändert hat und schlägt sich die Köpfe ein – wie früher :D

Greetings

Mex





Cherry-Picking und die Catlins

17 01 2011

Mein letzter Eintrag ist schon 2 Wochen her und nun muss ich mal wieder was neues posten :P
Also wie die Überschrift schon sagt, war ich eine  Woche noch einmal Arbeiten und die andere Woche mit dem Auto unterwegs.
Kirchen pflücken war ich in Roxburgh, befindlich im Centralen Otago. Danach sind Ben und ich ganz in den Süden der Südinsel gefahren und dann an der Ostküste wieder Richtung Norden. Dabei sind wir durch einen Landschaftsteil gefahren, der „The Catlins“ genannt ist. Letztendlich kamen wir in der 4. oder 5. größten Stadt Neuseelands an, genannt Dunedin. Eine kleine Halbinsel grenzt noch an die Stadt wo wir 2 mehr oder weniger erfolgreiche Tage zubrachten :P

Erstmal zum Kirchen pflücken: Der Grund, warum wir nochmal Arbeiten gegangen sind war das Geld, was man angeblich so leicht verdienen kann. Freunde von uns aus Blenheim sind schon ein oder zwei Wochen vor Neujahr in das Kaff namens Roxburgh gefahren (ein noch schlimmeres Dorf als Blenheim mit noch weniger Supermärkten und Pubs). Sie berichteten uns ein Haufen Geld machen zu können woraufhin wir von Queenstown für eine Woche  nach Roxburgh gefahren sind.
Die Arbeit war recht einfach und chillig im Vergleich zu der Weinarbeit. Jedoch haben wir weniger verdient als erwartet. Vielleicht gerade mal 40% :-/ Zwar konnte man den ganzen Tag Kirchen Essen aber durch den dauerhaften Regen kurz nach Silvester sind beinahe 90% der Kirchen aufgeplatzt und unbrauchbar. So haben wir eine Ewigkeit gebraucht um einen Eimer Kirchen zu sammeln. Da wir auch auf Contract arbeiten kam dabei nicht viel raus. Nichtsdestotrotz hatte ich mir ein bisschen was ansparen können was mir nun zu Gute kommt, auch wenn es nicht viel ist.
Das Beste an Roxburgh war nochmal ein paar Freunde zu treffen, ein Bier mit denen zu Trinken und eine Runde Golf spielen, und das alles  für Dorfpreise :P

Nach einer Woche sind Ben und ich wie gesagt weiter durch die Catlins gefahren. Es war eine recht angenehme und relaxete Autotour. Gesehen haben wir Unmengen an Wasserfällen. ein paar Delphine, Robben, Seelöwen und 2 Pinguine^^ und alle in Freier Wildbahn. Jedoch haben die Neuseeländer an geteerter Straße in die Catlins gespart und so sind wir bestimmt 150km Schotterpiste gefahren :P Mit dem Auto bin ich schon 2000km gefahren und es läuft noch abgesehen von einer paar kleineren Macken.

Heute und morgen bin ich wahrscheinlich noch in Dunedin und guck mich um, aber fest steht noch nix. Nachher treffe ich mit Denau und mal gucken was da raus kommt und sich ergibt :P

So, dass wars erstmal. Hab heute alles mal extrem gekürzt!

Greetings

Mex





Vom Abel Tasman, an der Westküste entlang, nach Queenstown

1 01 2011

Hey Leute!

Ich hoffe doch, ihr hattet alle angenehme und ruhige Weihnachtstage. Ich hatte vergessen „Frohe Weihnachten“ unter den letzten Blogartikel zu setzen so wünsche euch jetzt schon mal einen „Guten Rutsch ins Neue Jahr“ :P

Da Franz, Ben und ich wieder in der Zivilisation angelangt sind wollte ich euch mal berichten wie es so aussieht und wie das Wandern im Abel Tasman gelaufen ist: neben ein paar vielen Blasen und Sandflybissen (kleine fiese Blutsauger, die es in Neuseeland gibt) habe ich die wunderbarsten und tollsten Erinnerungen mitgenommen. Es war einfach nur wie im Paradies. Aus 600 Bilder, die wir alle zusammen gemacht haben ist es wirklich schwer die schönsten auszuwählen. Aber ein paar tolle Motive seht ihr unten als Diashow. Wie immer sprechen die Bilder Ufer sich und ich muss eigentlich gar nicht viel dazu erzählen^^ Aber ein bisschen was kann ja nicht schaden.
Der Wanderweg führte größtenteils an der Küste entlang. Manchmal zog er sich ein Stückchen in das Landesinnere oder führte¸über Berge und Hügel, sodass wir etliche Höhenmeter gesammelt haben. Wir liefen an paradiesischen Stränden entlang oder wateten durch Watt und Schlick. Es war abwechslungsreich und jeden Tag gab es etwas neues zu bestaunen. Im Schnitt wanderten wir 15-20km pro Tag. Zwischendurch rasteten wir und machten längere Pausen, um Abkühlung im Ozean zu suchen, sodass wir den ganzen Tag unterwegs waren. Neben dem Hauptweg gab es noch einzelne stündliche Touren zu bestimmten Aussichtspunkten oder Wasserfällen, welche wir uns natürlich nicht entgehen liessen.
Unsere Stellplätze Ufer die Zelte hatten wir schon vorher im Internet gebucht, was Pflicht ist. Dumm war bloss, dass wir nicht auf die Gezeiten geachtet hatten, sodass wir zum Beispiel am 24.12 5Uhr aufgestanden sind, damit wir rechtzeitig bei Ebbe den Weg nehmen koennen. Es gab keinen Ersatzweg und sonst hätten wir bis in die Abendstunden auf das 2. Mal Ebbe warten muessen. Die anderen Tage sind wir auch nie viel später aufgestanden. So bequem wie im Auto lies es sich nicht auf meiner Isomatte und selbst gebastelten Kopfkissen aus Jacken schlafen. Auch raubten einen die nachtaktiven Possums den Schlaf, wenn sie wieder einmal bei Futtersuche gegen das Zelt rammelten.
Aber unser Weihnachten war trotzdem wunderschönen, wenn auch ein bisschen anders. Das Essen war nicht so lecker wie man es von guten Weihnachtsessen gewöhnt ist, aber Bier und Wein hatten wir trotzdem mit. Und eine Bescherung mit Sinnlosgeschencken unterm Plastikweihnachtsbaum fehlte auch nicht :P
Klingt alles schone und gut, jedoch hat mir nicht gefallen, wie der Nationalpark vermarktet wird. Da wir nun mitten in der Hochsaison unterwegs waren, gab es auch dementsprechend viele Touristen die auf einer Tagestour einige Abschnitte erkundenden. Nicht selten viel ein deutsches Wort :-/ Die Touristen werden Massenweise per „Aquataxi“ zu den grössten Stränden gebracht, von denen sie sich in alle Richtungen verstreuen und die Wege blockieren…
Das grösste Hindernis war aber die Rückkehr zum 50km entfernten Motueka in der mein Auto steht. Der Costal Track war kein Rundkurs sondern endete in einen anderen Ort. So haben wir die 50km per Hitchhiking zurück gelegt bzw. habe ich Franz mit dem Auto abgeholt, weil ich als erstes zurück war :P
Nichtsdestotrotz war unsere Tour eine schwierige Wanderung durch den imposanten und beeindruckenden Abel Tasman Nationalpark mit seinen traumhaften Stränden.

Mittlerweile sind Ben und ich an der Westküste unterwegs und ich weiss nicht, wann ich den Artikel posten werde. Es kann sein, dass das Gelesene schon vor einer Weile geschrieben wurde.
Am 27.12 sind wir vormittag, nach einer Nacht in Motueka, in Richtung Westküste gestartet ueber ein kleines Dörfchen Namens Murchison bis hin an die Küstenstadt Westport.
Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Touristen in diesem 850 Leute Ort waren…es war noch schlimmer als im Abel Tasman. Wahrscheinlich waren es dreimal so viele Touristen wie Einwohner und jedes Hostel/Motel etc. war ausgebucht. Wir haben uns auch nicht länger dort aufgehalten sondern nur die längste Hängebrücke Neuseelands angeschaut. So spektakulär wie erwartet war es dann auch nicht.
In Westport angelangt haben wir nur eingekauft und aufgetankt und sind weiter zu den Pan-Cake-Rocks und Blowholes im Paparoa National Park getourt. Da wir gegen Abend und bei strömenden Regen angekommen sind, waren glücklicherweise keine weiteren Touristen als wir zu gegen. Die Steine waren dann auch nicht so toll wie erwartet. Also sind wir nach den kurzen Zwischenstopp weiter nach Greymouth (der groessten Stadt an der Westküste mit 13500 Einwohnern) gefahren um dort nach der 400km langen Fahrt ein bisschen Schlaf zu holen.
Es ist einfach nur unglaublich strange an der Westküste. Neueseeland ist schon klein und die Großstädte sind winzig, aber die Westküste hat alles noch einmal getoppt. Die ganzen Dörfer bestehen meist aus nicht mehr als ein paar Häusern. Erstaunlich das es sogar Schulen gibt. Zum Glueck musste ich dort nicht aufwachsen.
Ein Goldrausch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte die ganzen Dörfer, Mienen und sonstiges aus den Boden gestampft. Als jener Nachliess hauten viele Goldsucher ab und es ist nicht mehr so viel geblieben. So konnte man sich alte Geisterstädte oder Mienen anschauen. Ansonsten könnte man noch viele Adventuretours buchen können, wie White Water Rafting, Quadfahren und solchen Spass. Im Grossen und Ganzen erinnert alles an die amerikanischen Villages, welche Kulisse fuer viele Splatter-Filme waren, wo Massenmörder in kleinen Dörfern ihr Unwesen treiben – nach Texas Chainswa Massacre Art :D Der einzige unterschied ist das westlich gelegene Meer und der permanente Dauerregen. Es waere eine gute Zeit zum Rafting, da die meisten Flüsse neben den Strassen übergetreten sind. In Greymouth waren sogar einige Strassen gesperrt.
Aber das geilste sind immer noch die Einwohner. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen was da fuer Gestalten rumlaufen: Typen mit einem Feuerzeug als Halskettenanhaenger oder welche, die mit befleckten Tanktops und Gummistiefeln in der Stadt herum wandeln :D

Am 28./29.12 befanden wir uns im Glacier Country. Wir sind über Hokatika, bekannt als Jadestadt, dahin gefahren. Wie der Name es sagt sind die Hauptattraktionen dieser Region der Franz Josef und Fox Glacier sowie der Lake Matheson. Alle 3 Attraktionen haben wir uns mehr oder weniger angeschaut. Wir sind zum Gletschertor des Franz Josef gelaufen. Es ist wirklich beeindruckend auf 200m Entfernung solch einer riesigen Eismasse gegenüber zu  stehen, obwohl man 5min vorher durch einen Regenwald gelaufen ist. Eigentlich wollten wir auch den Fox Glacier einen Besuch abstatten, jedoch waren die Zugangswege gesperrt. Wir vermuten, dass der andauernde Regen in den letzten Tagen einige Stein- oder Eislawinen ausgelöst hatte und somit die Strassen gesperrt werden mussten. Der Lake Matheson ist berühmt Ufer seine Spiegelung des Mt. Cook, aber bei einer dicken Wolkendecke sieht man nicht mal ansatzweise so viel, wie auf den Postkarten. Von daher war es auch nur ein kurzer Besuch.
Wenigstens hatten wir auf den Weg nach Wanaka viel Glueck mit dem Wetter und die Sonne begleitete uns den ganzen wegen über. Es war eine wirklich schöne Landschaft: man fährt an verschiedenen glasklaren oder blauen Seen vorbei und hat immer ein Blick auf grüne Wiesen und Berge. In Wanaka kamen wir sogar in Gelegenheit einen coolen Sonnenuntergang zu bestaunen. Ansonsten haben wir in Wanaka noch die Puzzle-World besucht, wo man durch einen 3D-Irrgarten wandelt oder andere interaktive Sachen macht.

Und Silvester ist nun auch vorbei :P Es war wirklich ein „anderes“ Silvester als die Jahre zuvor. Kein Stress alles einzukaufen, sich fuer eine Feier fertig zu machen oder solche Dinge. Alles total gechillt. Am 31.12 war ich noch Bungy Springen auf einer Klippe über Queenstown. Da das Warten und etc. eine Weile gedauert hatte waren Ben und ich gegen Abend wieder in der Stadt. Wir hatten uns ganz in Ruhe etwas bei einem Takeaway geholt und dabei das 1. Bier aufgemacht…und der Abend nahm seinen Lauf. Mehr will ich jetzt nicht schreiben, dass erzählen ich lieber mal in einer gemütlichen Runde :P

Greetings

Mex


Btw: Mehr Bilder werde ich zu gegebener Zeit auf Flickr laden.





Es geht weiter…

19 12 2010

zwar noch nicht heute aber bald :P

Eigentlich wollte ich heute schon in Picton oder Nelson sein, aber ich muss noch bis Dienstag arbeiten.
Letzte Woche war ich bei der AA um meine WoF  zu verlängern, aber es gab einiges was ich vorher reparieren muss. Zum Beispiel musste ich 2 neue Hinterräder kaufen, weil das Profil zu gering war :-( das war nicht billig und so muss ich das Geld dafür verdienen.
Außerdem hatte ich den 2 Wochen (vor dieser) insgesamt nur 4 Tage gearbeitet. Das sind 500 Doller die mir fehlen. Auf den Weinfeldern wurde gesprüht und mein Contractor hatte keine Arbeit -.-

Dienstag Abend fahren Ben (mein Travelmate) und ich gleich nach Nelson und Mittwoch nach Motueka um dort Franz (welchen ich noch von Auckland kenne) zu treffen. Am Donnerstag machen wir dann in den Abel Tasman Nationalpark und verbringen dort die Feiertage :P Ich werde dann bis Sonntag leider nicht erreichbar sein…
Nach dem Wandern fahren Ben und ich gen Süden und versuchen Silvester in Queenstown zu sein. Wir hoffen mal, dass wir das zeitlich hinkriegen…

Das war nur mal eine kurze Zusammenfassung. Natürlich werde ich euch Bilder vom Abedl Tasman zeigen^^

Greetz

Mex





Sommerwetter und Weinarbeit :P

28 11 2010

Hey!

Nach einer ganzen Weile muss ich ja mal wieder etwas von mir hören lassen :P
Nun habe ich meine ersten 4 Arbeitswochen hinter mir.
Bis Weihnachten sind es noch 3 weitere Wochen und das heißt, dass ich bis dahin Arbeiten gehen werde. Aber für Weihnachten habe ich noch keinen Plan. Mal sehen was bis dahin ist und sich so ergibt.

Aber zum Thema Weihnachten: es kommt hier keine Weihnachtsstimmung auf. In den Supermärkten kann man Adventskalender kaufen – direkt neben Badehosen und Sonnenhüten. Es läuft jetzt schon Weihnachtsmusik in den Geschäften und meine Eltern haben mir geschrieben, dass sie am Sonntag erstmal Glühwein trinken gehen…Da kam mir der Gedanke: „Hey, am Sonntag ist ja der erste Advent!“…Hier sind Temperaturen von 25° – manchmal kälter manchmal wärmer und die Sonne scheint. Es kommt mir vor als wäre es immer noch August oder September :D
Leider kann ich dieses Jahr nicht bei -10° auf den Weihnachtsmarkt stehen und einen schönen warmen Glühwein trinken. Aber was solls, dafür kann ich Baden gehen :D

Nun aber zu Blenheim. Blenheim ist ein Kuhkaff. Vergleichbar mit Borna oder auch Neukirchen. An sich kann man hier nichts machen. Es ist die größte Stadt im Marlborough Bezirk und hat demnach alles wichtige was man braucht, wie Bibliothek, Supermarkt, Bank etc. Aber das wars auch schon. Angeblich soll es hier 3 Clubs geben, aber die haben wir noch nicht gefunden. Ansonsten hat man hier noch ein paar Bars und Restaurants. Der Strand ist 15km entfernt, aber ich habe ja nun ein Auto und kann bis dahin fahren (dazu später mehr :P ). Achja, dass Wetter ist nicht schlecht mit 1200 Sonnenstunden im Jahr…auch wenn es anstrengend ist bei der Mittagshitze mit öfters mal 30° seine Arbeit zu verrichten. Zusammengefasst kann man sagen, dass es eine ideale Stadt ist wenn man die ganze Zeit arbeitet.
Unsere Freizeit gestaltet sich ganz verschieden. Manchmal gehen wir in eine Kneipe, um mit ein paar Kiwis zu Pokern oder letztens waren wir bei einem Konzert in einer Bar. Manchmal spielen wir Dart oder trinken einfach nur ein paar Bier oder Wein. Irgendwas, was man machen kann findet sich immer.

Mein Backpacker Hostel „Peace Haven“ passt sich da ganz gut an. Es ist ein Arbeiterhostel. Das heißt, dass da nur Leute sind, die mehrere Wochen bleiben. So habe ich schon einige Freundschaften geschlossen und Kontakte geknüpft. Das Hostel an sich ist eher sporadisch eingerichtet. Die Küche ist nicht der Knüller, aber es reicht. Mein Zimmer ist auch in Ordnung (mit eigener Küche und Bad- Glück gehabt), aber nächsten Montag werde ich sowieso ins Auto ziehen.
Die Leiter vom Hostel sind Koreaner und machen jeden Abend für die Backpacker Reis. Sie haben uns auch angeboten jeden Samstag zu der „Salvation Armee“ zu gehen, was der Heilsarmee entspricht…das Essen dort schmeckt ganz gut :P An sich sind die Koreaner alle nett, aber wenn es um Geld geht, wird man abgezockt und ausgebeutet. Beispielsweise wollten ich den Kofferraum vom Auto saugen und die meinten auf einmal, dass es mich 2 Doller kosten würde wegen den Energieverbrauch. Natürlich habe ich die nicht bezahlt…

Abzocken und Arbeiten ist sowieso ein Thema für sich hier in Blenheim…
Der Weinanbau ist ganz groß geschrieben. Es gibt 70 Weingüter und 117 Contractors (Unternehmen), die die verschiedenen Arbeiten auf den Vineyards (Weingüter) ausführen, welche Saison abhängig sind. Ich habe bisher 3 verschiedene Arbeiten gemacht: Bud Rubbing, Wire Lifting und Double Shoots. Alle Arbeiten sind recht einfach, also ich meine, dass man geistig nicht gefordert wird, dafür aber körperlich um so mehr. Ich werde einfach mal die Aufgaben erklären, damit man es sich besser vorstellen kann.
Bud Rubbing: Man hat einen Handschuh an und muss den Stamm der Pflanze umfassen und bis zum Boden die oberste Schicht der Rinde sowie alle Blätter entfernen per Rubbing (Rubbeln). Am Anfang habe ich mir meine Unterarme zerkratzt, weil ich an abstehenden Ästen hängen geblieben. Nach der Arbeit hat man riesige Rückenschmerzen, da man sich permanent bücken muss und am nächsten Tag kommt der Muskelkater in den Beinen dazu. Die Rückenschmerzen lassen mit den Tagen nach, aber die Beine schmerzen umso mehr :P
Wire Lifting: Es gibt erstes, zweites und drittes Wire Lifting. „Wire“ heißt Draht und man präpariert damit den Weinstock. Das heißt, dass die Äste und Blätter am Kopf der Pflanze in Form gebracht werden und nach oben wachsen und nicht zur Seite. Um so größer die Äste werden, umso höher muss man die Drähte hängen. In einer Pflanzenreihe befinden sich Holzpfosten im Abstand von je 4 Pflanzen an denen sich Nägel oder Clips befinden, in die man die Drähte einspannt. Man läuft den ganzen Tag nur rum und hört nebenbei Musik. Es ist wie eine große Wanderung. Ich schätze mal, dass man so 8-10km läuft wenn nicht sogar mehr.
Double Shoots: Das habe ich bisher nur einmal gemacht und auch nur kurz. Man schaut auf den Kopf der Pflanze und guckt aus welcher Knospe 2 Äste wachsen. Und dann macht man eine kaputt.
Die Weinpflanzen sind in Reihen angeordnet und Blöcken zusammengefasst. Die Reihen haben unterschiedliche Längen (von 50-260 Pflanzen) und der Abstand beträgt ungefähr 1,50m von Pflanze zu Pflanze.
Die Bezahlung ist unterschiedlich. Entweder arbeitet man auf Stundenlohn, welcher den Minimum Wage (Mindestlohn) von 12,50 entspricht oder man arbeitet auf Contract, wie ich die letzten Wochen. Da wird man nach Pflanze bezahlt.
Am besten bezahlt ist Double Shoots dann Bud Rubbing und zum Schluss Wire Lifting. Aber die Preise variieren von Contractor zu Contractor – und das ist der Punkt…Ich wollte mir meine eigene Meinung bilden über die Inder oder Asiaten. Aber was gesagt wird stimmt: die zocken einen ab und bezahlen schlecht. Am besten wird man bei Kiwis bezahlt. Zum Beispiel hat ein Hostelkollege 6 Cent pro Pflanze beim Bud Rubbing bezahlt bekommen als er auf einen privaten Weingut gearbeitet hat.
Beim Bud Rubbing kann ich an guten Tagen 160 Doller verdienen (es gehen dann immer 20% Steuern weg -.-) und in einer Woche mit 6 Arbeitstagen hatte ich 850 Doller zusammen. ICh bekam 3,5Cent pro Pflanze und habe durchschnittlich 4500 am Tag geschafft. Aber danach war ich echt fertig. Die Erste war bisher meine beste Woche und ich habe gedacht, dass ich jede Woche so viel verdienen könne. Aber falsch gedacht. Die Bud Rubbing Saison ist vorüber und es wird nur noch Wire Lifting gemacht.
Aber jenes ist halb so gut bezahlt. Die Woche hatte ich meinen Contractor gewechselt und ich bin bei einen miesen Inder gelandet. Im Büro, als ich den Arbeitsvertrag unterschrieben habe, war er ganz nett und freundlich, aber ist immer ausgewichen, als wir nach der Bezahlung gefragt haben. Am ersten Arbeitstag meinte er dann wir bekommen 1,5 Cent pro Pflanze. Wie gesagt, Wire Lifting ist einfacher als Bud Rubbing, aber du musst jede Pflanze von 2 Seiten bearbeiten und das kostet genau so viel Zeit, wie beim Rubbing. Demnach habe ich dann immer unter Minimum Wage gearbeitet. Mein Plan ist es nun ab der kommenden Woche einen Contractor zu finden der mich auf stündlicher Basis bezahlt oder mir mindestens 2 Cent anstatt 1,5 Cent pro Pflanze gibt.
Achja, da fällt mir gerade ein, dass ich von meinen letzten Dienstag berichten muss: es war der erste Arbeitstag bei den verfluchten Inder. Ich habe zusammen mit einem Kumpel gewechselt. Der eigentlich Grund für den Wechsel war, dass wir bei unseren alten Contractor keine Arbeit für eine Woche gehabt hätten. Jedenfalls haben wir 6Uhr angefangen zu Arbeiten (das heißt 5Uhr aufstehen), wie jeden anderen Tag dieser Woche. Wir waren die ganze Zeit die schnellsten aus unserer Gruppe und haben am meisten Pflanzen gemacht. Aber bei 1,5 Cent kann man nicht reich werden. Wir sollten bis 14Uhr arbeiten, aber der Inder meinte, dass wir noch 2 Stunden länger machen müssten. Super, dass hat alle Planung durcheinander gebracht…Gegen 16Uhr waren wir fertig und durften endlich fahren. Es haben uns 2 Mitarbeiter in ihren neu gekauften Van mitgenommen. Sie meinten, dass er super läuft und es wäre kein Problem uns mitzunehmen. Wir haben das Weingut verlassen und sind 2min gefahren, als an einer Baustelle der Motor ausging. Klasse, Motorschaden…So durften wir die ganzen 5,5km bis nach Hause laufen und waren schließlich 18Uhr zurück. Am Abend haben wir durchgerechnet wie viel wir verdient haben: ganze 40 Doller (nach Abzug der Steuern) in 10 Stunden. Ein Stundenlohn von 4 Doller pro Stunde und dann muss man noch 4 Doller Spritkosten abziehen. ICh weiß auch nicht. Eigentlich hätte ich richtig mies drauf sein müssen, aber ich habe die ganze Sache mit Humor genommen und mir gedacht, dass es ab und zu auch mal scheiß Tage geben muss :P

Was gibt es noch zu erzählen? Die Themen Stadt, Arbeit und Unterkunft sind fertig, da bleibt nur noch…Auto. Ich habe mir letzte Woche Montag ein Auto gekauft. Genau genommen ein silbernen Subaru Legacy aus dem Jahr 1996 – ein Kombi. Heute habe ich mir meine Matratze gekauft, weil ich wie gesagt ab Montag in der Karre pennen will um 30 Doller pro Woche zu sparen.
Es ging eigentlich alles viel zu schnell mit dem Auto. In Blenheim werden Autos, die zum Verkauf stehen einfach auf einen öffentlichen Platz gestellt, damit jeder sie betrachten kann. Der Platz liegt auf den Weg zur Bibliothek, zu welcher ich gelaufen bin. Ich habe das Auto gesehen und der Verkäufer war gerade da. Der Typ war ein Kiwi, welcher mir eigentlich viel zu wider war – ziemlich ungepflegt, nach Zigarettenqualm stinkend, lange fettige Haare und die vorderen Zähne fehlten. Er meinte, dass er das Auto so schnell wie möglich verkaufen will, weil er in 2 Tagen die Stadt verlässt. So haben wir gleich eine Probefahrt gemacht. Ich hatte ein paar Probleme beim Kuppeln, welche mittlerweile verflogen sind. Das Auto hat einen guten Eindruck gemacht, lief gut und im einem sehr guten Zustand für ein 14 Jahre altes Auto mit 212000km. Es stand zum Verkauf für 1600…ICh teile den Verkäufer mit, dass ich noch eine Nacht drüber schlafen will. Am nächsten Tag hatte ich frei genommen, weil ich das Auto eventuell kaufen wollte. Ich traf mich gegen 1 mit dem Verkäufer. Vorher hatte ich ihm mein Angebot getextet: 1250 Doller und er soll die WoF (Warren of Fitness=TÜV) erneuern. Als ich dann am Treffpunkt ankam war auf einmal eine andere Frau dabei, die auch das Auto kaufen wollte. Das Auto hat auf einmal nur noch 1000 Doller gekostet. Ich wurde dann ein bisschen skeptisch. Naja, ich hab mir dann gedacht: „Scheiß drauf“ und habe das Auto für letztendlich 940 Doller gekauft, was ein relativ geringer Preis war. Mittlerweile habe ich eine Versicherung, bin beim Automobilclub und habe meine Registration verlängert. Nun muss ich nur noch die WoF erneuern, aber ich denke mal das es kein Thema sein sollte.
Mal sehen wie es in den nächsten Wochen läuft: in Neuseeland zählt nur Glück oder Pech beim Autokauf :D

Ich glaube, dass ich nun alles erzählt habe, was so in den letzten Wochen passiert ist :P

Greetings

Sorry, eigentlich dahcte ich, dass ich den Artikel schon Samstag hochgeladen habe. Aber da ging was schief :P








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